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Begriffe aus dem Bergbau

Arschleder
= Leder, das der Bergmann zum Schutz umbindet
Auffahrung = durch Bergleute geschaffener untertägiger Hohlraum
auflassige Grube = verlassene, stillgelegte Grube
Befahrung = Besuch einer Grube
Bergamt = bergbauliche Dienststelle für das Bergrevier, steht unter Leitung eines Bergmeisters
Bergmeister = vom Realherrn durch Vorschlag der Bergbeamten, Gewerken und der Knappschaft ernannter und vereidigter Leiter eines Bergreviers und seiner Knappschaft
Binge
= siehe Pinge
Eisen = ein mit Steil versehener Spitzkeil, der zum Zersprengen des Gesteins verwendet wird
Fahrt = bergmännische Bezeichnung für Leiter
First
= Decke eines Grubenbaus
Fron = im Mittelalter Gerichtsbote und Vollstreckungsbeamter
Fundgrube
= Grube, in der ein Erzgang aufgefunden wird
Gangart = Erzart
Ganggesteine = alle in Gang- oder Spaltenform vorkommenden Magmagesteine
Gewerke = Bezeichnung für den Inhaber von Kuxen eines Bergwerks; bauende Gewerken sind solche, die ihre Pflichtengegenüber der Gewerkschaft erfüllen, entweder selbst arbeiten oder Zubuße zur Betreibung des Bergwerks leisten
Gewerkschaft = Gesamtheit der Inhaber von Kuxen eines Bergwerks
Gezäh = Werkzeuge der Bergleute
Haspel = Fördervorrichtung über dem Schacht, meist eine waagerechte, durch einen Bock getragene Welle, dem rundbaum, der durch Haspler oder Haspelknechte bewegt wird
Häuer, Hauer = Bergmann, der vor Ort arbeitet
Hunt = rechteckiger Kastenwagen zur Förderung in Strecken und Stollen
Huthaus
= Gebäude zur Aufbewahrung von Gezähe, zur Arbeitsvor- und nachbereitung, zum Aufenthalt der Bergleute
Hutmann = Obersteiger oder auch der Grubenangestellte, der das Gezäh beaufsichtigt, verwaltet und ausgibt (Hausmann des Huthauses)
Knappe
= Bergmann, Bergknappe
Knappschaft
= Genossenschaft aller Bergleute eines Grubenreviers; ursprünglich gehörte ihr nur der vor Ort Arbeitende an, später umfaßte sie die Gesamtheit der im Bergwerk Beschäftigten; im Erzgebirge war die Knappschaft zu katholischen Zeiten zugleich eine religiöse Bruderschaft
Knecht = ungelernter Arbeiter im Bergbau oder in bergbaulichen Betrieben
Kux
= Besitzanteil an einem Bergwerk oder einer Hütte; Berechnungseinheit ist der 128. Teil
Metten = eigentlich Frühandacht, später Bezeichnung für die letzte Schicht im Bergbau vor dem 24. Dezember, gefeiert auch im Huthaus
Mundloch
= Eingang eines Stollens, einer Strecke vom Tage her
Partierer
= Fälacher, Hehler
Pinge
= durch Tagebau oder Einbruch entstandene kesselförmige Vertiefung der erdoberfläche
Pochwerk = bergmännischer Betrieb, der dem Erz durch Stempel mit Wasserantrieb für die weitere Verhüttung
kleingepocht wurde
Quartal
= auch Bergquartal, der viermal im Jahr stattfindende Tag der Rechnungslegung: Fastnacht, Crucius, Michaelis, Luciä
Schicht machen
= die bergarbeit beenden, Feierabend machen
Schichtmeister = Geschäftsführer der Gewerkschaft
Schlägel = Fäustel zum Eintreiben des (Berg)Eisens
Schmalte = eine aus Kobalt gewonnene blaue Farbe, Kobaltblau
Schürfen = Wegschaffen der rasen- und Dammerde, um zu den Lagerstätten zu gelangen
Steiger = Aufsichtsführender über die Bergleute und den Bergbau eines bestimmten Bereiches
Stollen = am Tag mündender Grubenbau
Stufe = Stück eines bestimmten Erzes oder Gesteins
Teufe = Tiefe
Treibeschacht
= Schacht, in dem gefördert wird
Unschlitt = Talg, festes Fett, wurde früher zum Speisen der Grubenlampe verwendet
Wetter = Luft, Bewetterung - Belüftung im Grubenbau
Zechenstube = Raum im Huthaus, in dem sich die Bergleute vor dem Einfahren oder nach dem Ausfahren treffen
Zimmerung = hölzernes Stützerk in den Gruben
Zscherper = kurzes, starkklingiges Messer
Zubuße
= Beitrag eines Gewerke zu den Unkosten einer Grube

 

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